Chefarzt Dr. med. Karl Sicking
Facharzt für Anästhesie, Zusatzbezeichungen "Transfusionswesen", "Spezielle Intensivmedizin"
Oberärzte: Dr. Hubert Gratzla, Dr. Volquart Urlaub

Die Anästhesieabteilung betreut alle Patienten, die sich einem Eingriff in den operativen Kliniken des Sankt Elisabeth Hospitals unterziehen müssen. Vor der Operation legt der Narkosearzt in einem Gespräch mit dem Patienten das Anästhesieverfahren fest. Dabei werden die zuvor erhobenen Befunde, das Operationsverfahren und - soweit möglich - die Wünsche des Patienten berücksichtigt. Angewendet werden alle modernen Anästhesieverfahren wie Allgemeinanästhesie ("Vollnarkose") oder Regionalanästhesie, bei der für die zu operierenden Körperteile der Schmerz ausgeschaltet wird. Auch Kombinationen von beiden Anästhesieverfahren sind möglich. Sind länger dauernde, schmerzhafte Behandlungen notwendig, können kathetergestützte Regionalanästhesien zur Schmerztherapie eingesetzt werden.
Nach der Operation wird der Patient im Aufwachraum weiter vom Fachpersonal unserer Klinik betreut. Neben der Schmerztherapie werden dort die lebenswichtigen Körperfunktionen überwacht, bis der Patient wieder auf sein Zimmer zurückverlegt werden kann. Nach größeren Operationen, bei wesentlichen Vorerkrankungen oder bei sehr hohem Lebensalter werden die Patienten auf der Intensivstation durch speziell geschulte Ärzte, Schwestern und Pfleger betreut und weiter behandelt. Lebenswichtige Funktionen wie Herz-, Kreislauf-, Atmungs- oder Nierenfunktion können überwacht, unterstützt oder künstlich übernommen werden. Größte Sorgfalt wird dabei auf die Schmerzfreiheit und die Sedierung ("künstliches Koma") der Patienten gelegt.
Wenn eine Blutübertragung notwendig wird, wollen immer mehr Patienten lieber eigenes als fremdes Blut übertragen bekommen. Für geplante Operationen, die mit einem größeren Blutverlust einhergehen können, bieten wir einige Wochen vor der Operation die Möglichkeit der Eigenblutspende mit der Auftrennung in rote Blutkörperchen und Plasma an. Während oder nach dem operativen Eingriff kann dieses Blut wieder zurückgegeben werden. Ergänzend zu blutsparenden Operationstechniken kann während und nach der Operation Wund- und Drainageblut gesammelt, über Zentrifugen aufbereitet und dem Patienten zurückgeführt werden. So wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gabe fremder Blutkonserven oder Plasmaprodukte vermieden.