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12.12.2017

Medizin der Nacht: 15 Jahre Schlaflabor

Gütersloh (seh). Statistisch gesehen schnarcht jeder dritte Mann und rund 12 Prozent der Frauen über 30 Jahren. Neben dem nervendem Lärmpegel können nächtliche Atemaussetzer auch gefährlich werden: Im Schlaflabor des Sankt Elisabeth Hospitals geht man den Ursachen seit mittlerweile 15 Jahren gezielt auf den Grund.

„Wenn jemand über längeren Zeitraum mit nächtlichen Atemaussetzern lebt, steigt das Herzinfarkt- und das Schlaganfallrisiko“, warnt Dr. Gernot Schoch, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin vor der unterschätzten Gefahr des Schnarchens. Zwar müsse nicht jeder Schnarcher direkt ins Schlaflabor kommen, aber er sollte die Symptome abklären lassen: Sofern weitere Untersuchungen notwendig sind, können diese mittels moderner Technik im Gütersloher Schlaflabor durchgeführt werden.

„Damals konnten viele Menschen nichts mit dem Begriff der Schlafmedizin anfangen. Kaum jemand wusste, was wir hier machen“, erinnert sich Atmungstherapeut Henning Thumel an die Anfänge. Das hat sich längst geändert: 15 Jahre und rund 6.500 Patienten später ist klar, wie groß der Bedarf ist. „Das Sankt Elisabeth Hospital war seinerzeit eines der ersten Häuser mit einem eigenen Schlaflabor hier im Umkreis“, unterstreicht Chefarzt Dr. Gernot Schoch. Ein Großteil des achtköpfigen pflegerischen Teams ist seit der ersten Stunde im Schlaflabor tätig: „Wir sind ein tolles, eingespieltes Team“, betont Stationsleiterin Barbara Stadler.

Gestartet wurde 2003 mit vier wohnlichen Patientenzimmern, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Beispielsweise müssen die Zimmer verdunkelt werden können, sie sollten eine geringe Geräuschkulisse haben und selbstverständlich Einzelzimmer sein. Vor einigen Jahren ist ein weiteres Patientenzimmer eingerichtet worden, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Darüber hinaus sind auch das medizinische Leistungsspektrum sowie die Überwachungsmethoden stets erweitert worden. „Angeschlossen an das Schlaflabor ist die Lungenfunktionsabteilung, so dass allen Patienten auch eine sorgfältige Diagnostik zugeführt werden kann“, erläutert Barbara Stadler. „So kann festgestellt werden, ob sie beispielsweise unter einer Einschränkung ihrer Lungenleistung leiden.“

Jeder Aufenthalt im Schlaflabor ist durchgeplant: „Wir haben hier standardisierte Abläufe, ähnlich wie im Hotel“, erklärt Henning Thumel. Die Patienten checken nach vorheriger Terminabsprache im Schlaflabor ein, werden zwei Nächte stationär überwacht, ehe sie mit einer auf sie zugeschnittenen Diagnostik und Behandlung das Schlaflabor wieder verlassen. Meistens wird eine pneumatische Schienungstherapie oder Heimbeatmung verordnet.

Als „Medizin der kurzen Wege“ und Ergänzung zum Schlaflabor gilt das direkt angegliederte Atemtherapie-Zentrum im Elisabeth-Carrée: Hier können die Patienten nach ihrem stationären Aufenthalt unmittelbar die benötigten Geräte für die weitere pneumatische Schienungstherapie erhalten. Ein Qualitätsmerkmal des Hospitals, sodass die Betreuung der Schlafpatienten auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus sichergestellt wird.

Birgitt Pohl (stehend von links), Chefarzt Dr. Gernot Schoch, Auszubildende Ina, Claudia Kollenberg (sitzend von links), Henning Thumel, Sabrina Ruhe, Kirsten Merschbrock und Barbara Stadler.