14. November 2025
Mangelernährung im Blick
Mangelernährung ist ein weit verbreitetes Problem, das häufig unterschätzt wird. Etwa 20 Prozent der Patienten in deutschen Krankenhäusern sind laut Studien mangelernährt. Dr. Andrés Garrido Lüneburg, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie am Elisabeth Hospital, hat im Rahmen eines Aktionstags auf die Bedeutung einer nährstoffreichen Ernährung und Vermeidung von krankheitsbedingter Mangelernährung hingewiesen.
„Wir haben mit den Besuchern über Ursachen, Symptome und Folgen von Mangelernährung gesprochen“, berichtet Maxime Mathevet, Ernährungstherapeutin und Diätassistentin im Gütersloher Hospital. Sie erläuterte zudem die häufigsten Risikofaktoren, die insbesondere im Krankenhaus- und Pflegealltag auftreten. In persönlichen Gesprächen konnten die Besucher individuelle Ernährungsfragen klären.
Das Team der Diätassistentinnen gab den Besuchern nicht nur hilfreiche Rezeptideen zur Anreicherung von Mahlzeiten mit zusätzlichen Kalorien und Nährstoffen an die Hand, sondern stellte zudem verschiedene energiereiche Snacks vor – darunter Energyballs, Waffeln und vegane Trinknahrung. „Diese einfachen und leckeren Alternativen helfen dabei, den Kalorienbedarf im Alltag gezielt zu decken und einer Mangelernährung vorzubeugen“, unterstreicht Dr. Andrés Garrido Lüneburg.
Dabei wurden die Expertinnen und Experten des Elisabeth Hospitals von der Firma Confido Care begleitet: Besucher konnten eine Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) durchführen lassen. Diese Analyse ermöglicht es, die individuelle Körperzusammensetzung zu bestimmen. Die Ergebnisse, einschließlich Gewicht, Körperfettanteil, Muskelmasse und Wasseranteil, lieferten Informationen, auf deren Grundlage eine individuelle Ernährungsempfehlung erstellt werden konnte. „Durch die Messung vor Ort konnten wir mangelernährte Personen ausmachen und direkt individuell beraten“, ergänzt Maxime Mathevet.
Die Malnutrition Awareness Week wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) ins Leben gerufen, um das Thema Mangelernährung stärker in den Fokus der öffentlichen und fachlichen Diskussion zu rücken.