30. Juli 2026
Kürzere Wege, klarere Abläufe: Zentrale Patientenaufnahme etabliert

Kürzere Wartezeiten, verlässliche Termine und mehr Ruhe vor dem Eingriff: Mit der neuen Zentralen Patientenaufnahme, kurz ZPA, richtet das Elisabeth Hospital seine Abläufe für planbare Behandlungen konsequent an die Bedürfnisse der Patienten aus. Ab August werden dort schrittweise alle im Voraus terminierten ambulanten und stationären Behandlungen räumlich und organisatorisch gebündelt.
„Die Zentrale Patientenaufnahme ist ausschließlich für planbare, im Voraus terminierte Behandlungen vorgesehen“, betont Projektkoordinator und Chefarzt der Zentralen Notaufnahme Dr. Nico Schurig, LL.M. „Hier werden zum Beispiel Facharztsprechstunden durchgeführt ebenso wie stationäre Patientinnen und Patienten auf ihre Behandlung vorbereitet werden.“ Dazu zählen unter anderem Laboruntersuchungen, EKGs, Blutentnahmen und Abstriche, die im Vorfeld eines stationären Aufenthaltes durchgeführt werden. Bei operativ zu versorgenden Patienten finden zusätzlich die chirurgischen und anästhesiologischen Aufklärungsgespräche in dem neuen Bereich im Erdgeschoss statt. Ein weiterer Baustein ist die klinische Pharmakologie: Vor geplanten Operationen oder Interventionen erfolgt in der ZPA ein strukturierter Interaktionscheck der Medikation durch erfahrene Apothekerinnen und Apotheker. So sollen Risiken minimiert und die Arzneimitteltherapie noch besser an die individuelle Situation der Patienten angepasst werden. „Der neue Bereich ist räumlich und organisatorisch von der Zentralen Notaufnahme getrennt und entlastet damit bewusst das Notfallgeschehen“, fügt Pflegedienstleiter Norbert Junker hinzu, „mit der Zentralen Patientenaufnahme schaffen wir klare Wege für unsere elektiven Patienten.“
Insgesamt stehen in der Zentralen Patientenaufnahme zehn Behandlungsräume zur Verfügung, ergänzt um eine eigene Anmeldung sowie ein Sozialraum für das Team. Ziel der Neuorganisation ist ein durchgängig strukturierter und möglichst kurzer Vorbereitungsprozess für alle geplanten Behandlungen – davon profitieren jährlich rund 15.000 Patienten des Gütersloher Hospitals. „Wir erwarten dadurch eine bessere Termintreue, weniger Wartezeiten und insgesamt eine höhere Patientenzufriedenheit“, betont Cansel Boga, pflegerische Teamleiterin der ZPA. Ab August wird sie mit ihrem Team in dem frisch renovierten Bereich Patienten der Allgemeinchirurgie aufnehmen. Im Laufe des Monats soll zudem die Multiple Sklerose-Ambulanz einschließlich der Infusionstherapie in die ZPA integriert werden und bis zum Jahresende schrittweise alle weiteren Fachbereiche.
„Die Umstrukturierung ist wichtig, um unsere Abläufe im Sinne der Patientinnen und Patienten weiter zu optimieren“, fasst Geschäftsführer Matthias Bitter zusammen. „Mit dem gemeinsamen Ziel, eine medizinische Versorgung mit hoher Qualität und einem klar spürbaren Servicegedanken zu verbinden.“