30. September 2026
Von der Akutbehandlung direkt in die neurologische Frührehabilitation

Mit der Eröffnung der neurologischen Frührehabilitation erweitert das Elisabeth Hospital sein Angebot für Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen. Besonders Patienten der Stroke Unit, dem Schlaganfallzentrum, profitieren ab sofort von einer nahtlosen Weiterbehandlung im eigenen Haus: Nach der Akutversorgung können sie direkt in die Frührehabilitation verlegt und gezielt auf dem Weg zu größtmöglicher Selbstständigkeit begleitet werden.
„Mit dem neuen Angebot stärken wir die Verbindung zwischen unserer Akutmedizin und der weiteren Rehabilitation. Unser Ziel ist es, Patienten so früh wie möglich individuell zu fördern, vorhandene Fähigkeiten zu stabilisieren und neue Perspektiven für den weiteren Genesungsweg zu eröffnen“, betont PD Dr. Andreas Rogalewski, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Elisabeth Hospital. „Entscheidend ist dabei das enge Zusammenspiel aller beteiligten Berufsgruppen und die individuelle Anpassung an die persönlichen Ziele des Patienten.“
Für den Aufbau und die Leitung der neuen Sektion konnte das Elisabeth Hospital Dr. Marco Michels gewinnen: Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Neurologie, Neurogeriatrie und neurologischen Frührehabilitation sowie über die Zusatzbezeichnung Geriatrie. „Neurologische Frührehabilitation bedeutet für mich, auch bei schwer betroffenen Menschen frühzeitig Chancen zu erkennen und gemeinsam mit ihnen, ihren Angehörigen und dem Behandlungsteam konkrete nächste Schritte zu entwickeln. Fortschritte zeigen sich dabei nicht immer sofort und nicht immer in großen Sprüngen. Umso wichtiger sind Erfahrung, Geduld und ein Team, das eng zusammenarbeitet“, so Dr. Marco Michels, Sektionsleiter der neurologischen Frührehabilitation. Zuvor war er unter anderem viele Jahre als Chefarzt der Neuro- und Akutgeriatrie sowie der Frührehabilitation tätig. Zuletzt leitete Dr. Michels als Chefarzt die neurologische Frührehabilitation und Komplexbehandlung am Neurozentrum im St. Barbara-Hospital Gladbeck und übernahm dort anschließend auch die Leitung des Neurozentrums.
Die Behandlung in der Frühreha erfolgt durch ein interdisziplinäres Team: Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Psychotherapeuten, Neuropsychologen und Atemtherapeuten arbeiten eng mit dem ärztlichen und pflegerischen Team sowie der Stroke Unit zusammen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Förderung von Beweglichkeit, Sprache, Schlucken und Alltagsfähigkeiten sowie die Behandlung kognitiver, psychischer und neuropsychologischer Folgen. Auch die Atemtherapie ist ein wichtiger Bestandteil, wenn Unterstützung bei der Atmung oder beim Abhusten erforderlich ist. „Wenn ich morgens auf Visite gehe, sehe ich täglich das Schicksal schwer betroffener Menschen, bei denen beispielsweise eine Akuttherapie nicht mehr möglich war. Es ist beruhigend zu wissen, dass wir diesen Patienten jetzt direkt von unserer Schlaganfallstation aus einen nahtlosen Anschlussplatz in der neurologischen Frührehabilitation anbieten können. Das schenkt ihnen und ihren Familien wieder Hoffnung“, bekräftigt dr. Frédéric Zuhorn, Leiter der Stroke Unit.
Die enge räumliche und fachliche Anbindung ermöglicht kurze Wege, eine schnelle Übernahme und einen abgestimmten Übergang von der Akutversorgung in die Frührehabilitation. „Wir bauen die neurologische Versorgung am Elisabeth Hospital konsequent weiter aus und freuen uns sehr, mit Dr. Michels einen erfahrenen Experten für die neurologische Frührehabilitation gewonnen zu haben“, unterstreicht Geschäftsführer Matthias Bitter.