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28. Juli 2026

Das Leben feiern: Radtour pro Organspende macht Halt in Gütersloh

Die Radtour pro Organspende macht Halt in Gütersloh: Im Unterstützer-Trikot Dr. Frédéric Zuhorn (Leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie am Elisabeth Hospital, 1. v.l.), Dr. Jörg Winter (Leitender Oberarzt für Innere Medizin und Kardiologie am Klinikum Gütersloh, 2. v.l.), Gabriele Gregor (DSO, 3.v.l.), Pavel Bobilev (Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, 7.v.l.) und Maud Beste (Geschäftsführerin Klinikum Gütersloh, 2. Reihe, 4. v.l.)
Die Radtour pro Organspende macht Halt in Gütersloh: Im Unterstützer-Trikot Dr. Frédéric Zuhorn (Leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie am Elisabeth Hospital, 1. v.l.), Dr. Jörg Winter (Leitender Oberarzt für Innere Medizin und Kardiologie am Klinikum Gütersloh, 2. v.l.), Gabriele Gregor (DSO, 3.v.l.), Pavel Bobilev (Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, 7.v.l.) und Maud Beste (Geschäftsführerin Klinikum Gütersloh, 2. Reihe, 4. v.l.)

Rund 500 Kilometer legen knapp 40 Frauen und Männer in dieser Woche zurück, um auf ein besonderes Thema aufmerksam zu machen: Organspende. Viele der Teilnehmer haben ihr Leben einer Organspende zu verdanken. Dass die Tour in Gütersloh gleich zweimal haltmacht, hat einen besonderen Grund.

Vom 26. Juli bis 1. August 2026 nimmt die “Radtour pro Organspende” wieder Fahrt auf. Knapp 40 Teilnehmende machen sich auf und absolvieren sieben Etappen, um ein Zeichen für Organspende zu setzen. In diesem Jahr geht es von Dortmund nach Aurich. Am 27. und 28. Juli haben die Radfahrerinnen und Radfahrer gleich zweimal in Gütersloh haltgemacht. Der Grund ist, dass sowohl das Klinikum Gütersloh als auch das Elisabeth Hospital eng mit der Stiftung Organspende und der Stiftung Eurotransplant zusammenarbeiten, um Organtransplantationen möglich zu machen.

Nahezu alle Teilnehmer vereint dasselbe Schicksal. Sie haben dank einer Herz-, Leber-, Lungen- oder Nierentransplantation ein zweites Leben geschenkt bekommen. „Wir freuen uns, die Radlerinnen und Radler bei uns begrüßen zu können und mit dieser tollen Aktion auf das wichtige Thema Organspende aufmerksam zu machen“, sagt Maud Beste, Geschäftsführerin im Klinikum Gütersloh.

Sowohl das Klinikum Gütersloh als auch das Elisabeth Hospital Gütersloh sind potentielle Entnahme-Krankenhäuser. Hat ein Haus einen Spender oder einen Patienten, bei dem ein Hirntod in einer absehbaren Zeit zu erwarten ist, informiert es die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Je nach Organ kommt bei Bedarf ein Fachteam um es zu entnehmen. Die Gütersloher Krankenhäuser stellen ihrerseits die Räumlichkeiten, die Intensivmediziner, die Anästhesisten und das OP-Personal. Danach wird das entnommene Organ per Eilkurier oder Spezialflugzeug in ein Transplantationszentrum gebracht, wo der Empfänger oder die Empfängerin bereits auf die Operation vorbereitet worden ist. „Die Krankenhäuser vor Ort und die Expertise ihrer Ärztinnen und Ärzte sind deshalb ein ganz wichtiger Faktor für das Gelingen der Organtransplantation“, erklärt Gabriele Gregor von der Deutschen Stiftung Organspende (DSO).

Die Radfahrer, darunter auch Dialysepatienten, möchten sich mit ihrer Tour bei allen bedanken, die an einer Organspende beteiligt sind und deren tägliche Arbeit würdigen. Es geht um das Thema Organspende, die dramatische Situation der Patienten, die auf ein Organ warten und die Bereitschaft der Menschen, eine Entscheidung für oder gegen die Organspende zu treffen.

Stefan Endrich ist Mitorganisator der „Radtour pro Organspende“. Er ist selbst Nierenpatient und lebt seit 28 Jahren mit einer Spenderniere: „Für mich und alle anderen Mitfahrer ist diese Radtour absolut nicht selbstverständlich. Viele von uns verdanken der Organspende ihr Leben. Wir wollen mit dieser Tour allen Beteiligten danken und auch zeigen, wie lebenswert das Leben nach einer Organspende sein kann.“

Viele der Radfahrer sind seit vielen Jahren dabei und treiben trotz ihrer Organtransplantation regelmäßig Sport. Der Verein TransDia Sport Deutschland e.V., der die Radtour organsiert, möchte mit dieser und vielen anderen Veranstaltungen Transplantierte und Dialysepatienten motivieren, Bewegung als wirksames Medikament in ihren Alltag zu integrieren.
Dieses Engagement schätzt und unterstützt auch Matthias Bitter, Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen, zu der auch das Elisabeth Hospital gehört: „Eine Organspende kann Menschen ein zweites Leben schenken. Es ist beeindruckend, was diese Sportlerinnen und Sportler mit ihrer Radtour leisten und was für ein starkes Zeichen sie damit setzen – das sollte uns allen eine Motivation sein.“