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02. Oktober 2025

Zurück ins Leben gekämpft

Dr. Dieter Mann (v.l.), Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Leiter des Regionalen Traumazentrums am Sankt Elisabeth Hospital, Patientin Emily Meyer und Oberarzt Dr. Johannes Dreischalück.
Dr. Dieter Mann (v.l.), Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Leiter des Regionalen Traumazentrums am Sankt Elisabeth Hospital, Patientin Emily Meyer und Oberarzt Dr. Johannes Dreischalück.

Oktober 2024: Ein schwerer Motorradunfall verändert das Leben der damals 18-jährigen Emily Meyer. Heute – knapp ein Jahr später – geht sie wieder zur Schule und ist annähernd schmerzfrei. Mit beeindruckender Stärke kämpft sie sich zurück ins Leben – mit großer Unterstützung ihrer Familie und mit Hilfe von spezialisierten Unfallchirurgen, engagierten Pflegekräften sowie dem interdisziplinären Team im Regionalen Traumazentrum des Sankt Elisabeth Hospitals.

Es ist eine nebelige Oktobernacht, als Emily Meyer unverschuldet in einen schweren Motorradunfall verwickelt wird. An das Unfallgeschehen selbst hat sie keine Erinnerung. Wach, aber schwerstverletzt, wird sie in den Schockraum des Sankt Elisabeth Hospitals eingeliefert: komplizierter Beckenbruch, offener Oberschenkelbruch, Frakturen an Arm, Sprunggelenk, Fingern und Fuß. Zudem zeigen die ersten CT-Bilder eine kleine Hirnblutung sowie Blutungen im Bauchraum – durch das regelrecht zerrissene Becken. „Bei der Erstversorgung von Schwerstverletzten zählt jede Minute“, betont Dr. Dieter Mann, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Leiter des regionalen Traumazentrums am Sankt Elisabeth Hospital, „Emily Meyer lag 30 Minuten später bereits im OP.“

Gemeinsam mit Oberarzt Dr. Johannes Dreischalück versorgt Chefarzt Dr. Dieter Mann in einer mehr als zweistündigen Notoperation die massiven Verletzungen der jungen Patientin. Dazu werden vorerst mehrere Fixateure gesetzt. „Die Schwere der Verletzungen erforderten einige weitere geplante Operationen in den nächsten Wochen“, beschreibt Dr. Johannes Dreischalück den weiteren Verlauf. Der Oberarzt ist vom Erstkontakt im Schockraum bis hin zur Entlassung ärztlicher Wegbegleiter der Patientin: insgesamt sieben Wochen befindet sich Emily Meyer stationär im Gütersloher Hospital, drei Wochen davon auf der Intensivstation. „Ich liebe Weihnachten, darum war es mein Ziel, bis dahin wieder zu Hause bei meiner Familie zu sein“, so die junge Verler Patientin. Dank ihrer eigenen Stärke, der täglichen Unterstützung der Physiotherapeuten und der umfassenden Versorgung hat sie ihr Ziel erreicht.

„Ich bin allen Ärzten und Pflegekräften unheimlich dankbar für die Unterstützung. Ich konnte von heute auf morgen nichts mehr und war plötzlich voll pflegebedürftig. Nach ein paar Tagen im Koma habe ich auf der Intensivstation erste Sitzversuche gemacht und später auf Station das Laufen neu gelernt. Alle um mich herum waren sehr verständnisvoll und immer hilfsbereit“, erzählt die 19-Jährige. Nach einigen Reha-Aufenthalten ist sie heute nahezu schmerzfrei. Einige Platten und Schrauben müssen noch entfernt werden, sonst hat sie sich vollständig zurück ins Leben gekämpft. Seit den Sommerferien geht sie wieder zur Schule in die Jahrgangsstufe 12 – und hat ein neues Ziel vor Augen: Sie möchte selbst im medizinischen Bereich arbeiten, vielleicht als Physiotherapeutin oder Ergotherapeutin. „Ich habe erfahren, wie wichtig es ist, Menschen auf dem Weg zurück ins Leben zu begleiten. Diese Kraft möchte ich auch weitergeben.“

Die Geschichte von Emily Meyer verdeutlicht, wie entscheidend die professionelle Erstversorgung im Notfall ist. In einem zertifizierten Traumazentrum werden Schwerstverletzte nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) behandelt – rund um die Uhr, interdisziplinär und nach höchsten Qualitätsstandards. Mit der erneuten Zertifizierung als Regionales Traumazentrum wird die Klinik für Unfallchirurgie für ihre besondere Kompetenz ausgezeichnet. „Unsere Aufgabe ist es, Menschen in lebensbedrohlichen Situationen bestmöglich zu versorgen – schnell, sicher und mit hoher Expertise“, betont Chefarzt Dr. Dieter Mann. „Die erfolgreiche Behandlung von Emily zeigt, wie wichtig zertifizierte Traumazentren auch in unserer Region sind.“