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05. Oktober 2022

Verschenkte Zeit

Sind ehrenamtlich für die Patienten da: Bernd Wienke, Claudia Hain und Inge Eickhoff gehören zu den Grünen Damen und Herren am Sankt Elisabeth Hospital.
Sind ehrenamtlich für die Patienten da: Bernd Wienke, Claudia Hain und Inge Eickhoff gehören zu den Grünen Damen und Herren am Sankt Elisabeth Hospital.

Alle drei eint ein Wunsch: Sie möchten anderen Menschen etwas Gutes tun. Claudia Hain, Inge Eickhoff und Bernd Wienke sind aktive Grüne Damen und Herren am Sankt Elisabeth Hospital und schenken den Patienten ihre freie Zeit.

Die Gründe sich dieser Gruppe anzuschließen, sind jedoch sehr individuell.

„Ich lag selbst einmal im Krankenhaus und befand mich in einer sehr unangenehmen Situation – da bekam ich unerwartet Hilfe von einer grünen Dame“, erinnert sich Claudia Hain (74) an diesen Schlüsselmoment. Das Pflegepersonal hatte keine Zeit für Sie, Angehörige konnten nicht zu Besuch kommen und sie selbst durfte nach der Operation das Bett nicht verlassen. Da rückte der Koffer, in dem das Ladekabel des Handys lag, plötzlich in unerreichbare Ferne. „Die Hilfe der Grünen Dame war so simpel, aber für mich in diesem Moment sehr wertvoll. So wollte ich mich auch engagieren.“ Sie suchte den Kontakt zu Marita Horsthemke, der Leiterin der ehrenamtlichen Gruppe am Hospital, und zieht jetzt seit vier Jahren eine große Zufriedenheit aus ihren Begegnungen mit den Patienten und dem Team.

Üblicherweise zweimal wöchentlich, immer dienstags und donnerstags, sind die Grünen Damen und Herren aktiv und besuchen die Patienten auf den Stationen. Ihr Erkennungsmerkmal ist der weiße Kittel mit grüner Zierkante. Die Herren tragen ein grünes Polo-Shirt. „Die meisten freuen sich, wenn wir kommen. Vor allem ältere Leute, die nur noch wenige Angehörige haben, Patienten, die keinen Besuch bekommen oder schwer Erkrankte nehmen unsere Hilfe gerne an“, berichtet Inge Eickhoff (70). Sie ist seit kurzem Mitglied des 28-köpfigen Teams und hat als Einführung einige Dienste zusammen mit Claudia Hain absolviert. Daraus hat sich mit der Zeit eine Freundschaft entwickelt. Ein großer Gewinn für die Neu-Gütersloherin. „Ich suchte Anschluss“, erzählt Inge Eickhoff über ihre Motivation, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Rentnerin hatte beruflich als Speditionskauffrau gearbeitet und keine Verbindungen in soziale Arbeitsfelder gehabt. Doch der Wunsch sich einzubringen und vielleicht darüber Kontakte zu knüpfen war groß. Auch Bernd Wienke (67) suchte als Rentner Kontakt und fühlt sich als einer von zwei Männern wertgeschätzt – im Team der Ehrenamtlichen und von den Mitarbeitern des Sankt Elisabeth Hospitals.

Die Ehrenamtlichen schließen eine Lücke im Krankenhausalltag, indem sie Zeit schenken. „Wir sind auf allen Stationen gerne gesehen, die Ärzte und Pflegekräfte wissen unsere Hilfe zu schätzen“, sagt Claudia Hain. Bei Dienstbeginn holt sie sich zuerst den Stationsplan vom Schwesternzimmer und fragt, welcher Patient besonders Unterstützung gebrauchen könnte. Sie betritt dann das Zimmer, stellt sich vor und meistens ergibt sich schnell ein Gespräch. „Angst ist ein großes Thema und einigen Patienten hilft es, ihre Sorgen bei mir als unbeteiligte Person loszuwerden und darüber auch die eigenen Gedanken zu ordnen.“ Nicht immer gehen persönliche Schicksale spurlos an Claudia Hain vorbei. „Manchmal denke ich noch länger über eine Begegnung nach, ich habe danach schon einmal eine Kerze in der Kapelle angezündet“, berichtet sie. Und auch positive, unterhaltsame Gespräche ergeben sich. „Man weiß nie, was einen erwartet“, sagt Bernd Wienke. Neben vertrauensvollen Gesprächen gehören Hilfe bei persönlichen Anliegen ein gemeinsamer Spaziergang oder das Erledigen von Besorgungen mit zu den Aufgaben. Auch die hauseigene Bücherei wird durch die Grünen Damen und Herren betreut.

Die Gruppe freut sich jederzeit über neue Ehrenamtliche, die sich engagieren möchten.

Kontakt für weitere Informationen