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01.03.2019

Früh erkennen statt spät behandeln

Experten der Gütersloher Krankenhäuser raten zur Darmkrebsvorsorge

Gütersloh. Sie dauert nur knapp 30 Minuten und kann doch Leben retten: Eine Darmspiegelung erkennt früh und zuverlässig Vorstufen von Darmkrebs und kann ein Ausbrechen der Krankheit so verhindern. Anlässlich des Aktionsmonats März der Felix-Burda-Stiftung weisen die Darmkrebszentren am Sankt Elisabeth Hospital und am Klinikum Gütersloh auf die Bedeutung dieser Früherkennung hin und empfehlen, von dem Angebot einer Vorsorge-Koloskopie Gebrauch zu machen.

„Darmkrebs lässt sich gut bekämpfen, weil er nur sehr langsam wächst. Von der Vorstufe in Form von gutartigen Polypen bis zum Krebs vergehen bis zu zehn Jahre – genügend Zeit, um die Polypen im Rahmen der Vorsorge-Darmspiegelung rechtzeitig zu entdecken und sie direkt zu entfernen noch bevor sie zu Krebs entarten“, sagt PD Dr. Matthias Kapischke, Leiter des Darmkrebs Zentrums am Klinikum Gütersloh. PD Dr. Oliver Al-Taie vom Darmkrebszentrum am Sankt Elisabeth Hospital ergänzt: „Darmkrebs kann durch Vorsorgeuntersuchungen verhindert werden. Zeigt eine Darmspiegelung Tumore im Anfangsstadium, sind diese in über 90 Prozent der Fälle gut heilbar.“ 

Ab einem Alter von 55 Jahren haben Versicherte einen Anspruch auf zwei Vorsorge-Darmspiegelung im Mindestabstand von zehn Jahren. Laut Planungen des Gemeinsamen Bundesausschusses sollen Männer zukünftig bereits ab dem 51. Lebensjahr eine Vorsorge-Darmspiegelung auf Kosten der Krankenkasse wahrnehmen können, da sie häufiger und vor allem früher an Darmkrebs erkranken als Frauen. Als zweite gesetzlich finanzierte Früherkennungsmethode gibt es den immunologischen Stuhltest, bei dem auf nicht sichtbare Blutspuren untersucht wird. Männer und Frauen im Alter von 50 bis 54 Jahren können ihn jährlich durchführen lassen. Über 55-Jährige haben jedes zweite Jahr Anspruch darauf, solange keine Darmspiegelung gemacht wurde. All diese Vorsorgeuntersuchungen sind für den Patienten kostenlos und werden von den niedergelassenen Kooperationspartnern der Gütersloher Darmkrebszentren angeboten.

Unbegründete Angst, Unwissenheit und Scham sind oft Gründe dafür, die Vorsorgeangebote nicht in Anspruch zu nehmen. Und das, obwohl der Aufwand gering, die Untersuchung schmerzlos und der Erfolg groß ist: Die Zahlen der Neuerkrankungen und Sterbefälle gehen seit Einführung der Vorsorge-Koloskopie im Jahr 2002 kontinuierlich zurück. Einer konservativen Hochrechnung der Felix Burda Stiftung zufolge konnten seitdem 270.000 Neuerkrankungen und 130.000 Todesfälle verhindert werden.

Darmkrebsmonat März

Der Darmkrebsmonat März wurde von der Felix Burda Stiftung ins Leben gerufen. Seit 2002 engagieren sich in diesem Monat Medien, Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städte, Kliniken und Privatpersonen für die Darmkrebsvorsorge. Weitere Informationen und einen Online-Risikotest gibt es im Internet unter www.felix-burda-stiftung.de. Weitere Informationen zu den Darmkrebszentren des Sankt Elisabeth Hospitals und des Klinikum Gütersloh auf www.guetersloh-darmkrebszentrum.de und www.klinikum-guetersloh.de/darmkrebs.

Die Leiter der Darmkrebszentren und ihre Stellvertreter machen anlässlich des Aktionsmonats auf die Darmkrebsvorsorge aufmerksam (von links): PD Dr. Oliver Al-Taie (Sankt Elisabeth Hospital), PD Dr. Matthias Kapischke (Klinikum Gütersloh), Dr. Eduard Kusch (Sankt Elisabeth Hospital) sowie PD Dr. Gero Massenkeil (Klinikum Gütersloh).