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22.08.2019

Muttersein darf geübt werden

Geburtsklinik des Sankt Elisabeth Hospitals erneut mit dem Siegel „Babyfreundlich“ der WHO und UNICEF ausgezeichnet

Seelig schlummert die kleine Lisa in den Armen ihrer Mutter Christina Schaft. Sie ist erst vor wenigen Tagen geboren worden und scheint den Start ins Leben ganz entspannt zu nehmen. „Dabei ging die Geburt ziemlich flott“, erzählt Schaft, die auch für das dritte Kind zur Entbindung wieder ins Sankt Elisabeth Hospital gekommen ist.

Die junge Mutter möchte ihr Baby stillen und bekommt auf der Wöchnerinnenstation des Hospitals eine behutsame und umfangreiche Anleitung durch die ausgebildeten Stillberaterinnen. „Es klappt besser, als ich dachte“, berichtet Christina Schaft (28), die als dreifache Mutter weiß: jedes Kind ist anders. Umso beruhigender ist es, schon im Krankenhaus alle Aspekte des Mutterseins zu üben und viele Fragen stellen zu können.

„Wir verstehen unsere Wochenstation als eine Art Lernstation“, betont Chefarzt Dr. Johannes Middelanis mit einem Augenzwinkern. Und zwar für beide Seiten. Das Team der als erneut „babyfreundlich“ zertifizierten Geburtsklinik bildet sich regelmäßig auf Seminaren fort und steckt neben der Pflege viel Engagement in eine umfassende Beratung der Eltern. „Zu jeder Tages- und Nachtzeit stehen wir den Familien zur Seite“, berichtet Stationsleiterin Heike Strothmann. Das bedeutet einen hohen Anspruch an das Personal. Rhythmus und Routine müssen langsam über die Wochen zu Hause geübt werden. Deshalb ist für die Pflegekräfte der Wochenstation ganz klar: Zum Start ins Leben gibt es keinen strikten Tagesablauf, er ist immer individuell.

„Wir haben zwölf Stunden gebondet. Das hat Lisa und mir sehr gut getan“, sagt Christina Schaft, die gemeinsam mit ihrer Tochter die schnelle Geburt Haut an Haut liegend optimal verarbeiten konnte. Auf der Wochenstation bilden Mutter und Kind auch nach der Entbindung eine untrennbare Einheit. Deshalb fördert das Team um Heike Strothmann die intensive Eltern-Kind-Beziehung durch das so genannte „Bonding“, den direkten Hautkontakt nach der Geburt. Mindestens eine Stunde danach und darüber hinaus so lange wie gewünscht, liegen die Säuglinge von einem so genannten Bonding-Top geschützt direkt auf Mamas Haut. Seitdem ist Lisa ein ruhiges Baby. Und das Stillen klappt durch die Ausschüttung des Kuschelhormons Oxytocin auf Anhieb.

„Wir ermuntern zum Stillen, weil es die optimale Ernährung für Säuglinge ist“, sagt Heike Strothmann. Das Risiko für spätere Allergien und Asthma werde gesenkt und die Mutter profitiere von einer schnelleren Rückbildung. Im Jahr 2018 kamen 1299 Kinder im Sankt Elisabeth Hospital zur Welt, 91 Prozent von ihnen wurden ausschließlich gestillt. Mit viel Herzblut leistet das Team Überzeugungsarbeit, respektiert aber ebenso, wenn Mütter sich für eine andere Ernährungsform entscheiden. Besonders freut es die erfahrene Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, wenn sie einer Mutter und ihrem Baby nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch zu einer glücklichen Stillbeziehung verhelfen konnte. „Das ist einfach etwas Besonderes“, schwärmt Heike Strothmann.

Weitere Informationen auf einen Blick:

  • Seit 2015 erstmals als Babyfreundliches Krankenhaus durch die WHO und UNICEF zertifiziert
  • 1.299 Geburten im Jahr 2018
  • 1.156 Stillkinder (91 Prozent)
  • Stillcafé mit Hebammen und Stillberaterinnen: jeden Donnerstag von 10-12 Uhr

Babyfreundlicher Start: Christina Schaft hält ihre Tochter Lisa im Arm. Gemeinsam mit ihrem Mann Malte und den beiden Töchtern Maja und Laura wird sie von der Wochenstation des Sankt Elisabeth Hospitals ins Familienleben entlassen.