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18.11.2019

125 Jahre Sankt Elisabeth Hospital - ein Stück Stadtgeschichte

Vom Pfarrhaus zum Akutkrankenhaus

In diesem Jahr feiern wir das 125-jährige Jubiläum des Sankt Elisabeth Hospitals. Der Blick in die Vergangenheit zeigt eine ununterbrochene Weiterentwicklung des Hauses, die nicht nur aus medizinischer Sicht erkennbar ist, sondern auch an den baulichen Veränderungen: Im Laufe der Jahre hat sich das Sankt Elisabeth Hospital von einem ehemaligen Pfarrhaus zu einem modernen und leistungsfähigen Akutkrankenhaus entwickelt. Zahlreiche An-, Um- und Neubauten prägen die Geschichte des Hauses. Hier ein kurzer Abriss.

1894 - Die Anfänge
Die Geburtsstunde des Sankt Elisabeth Hospitals liegt im Jahr 1894: Am 27. September zogen drei Schwestern des Ordens „Arme Franziskanerinnen von Olpe“ in das alte Pfarrhaus der Pankratiuskirche (heute Apostelkirche) ein. Gemeinsam mit den Schwestern wollten die Gütersloher Gemeindemitglieder - gestützt auf die Botschaft des Evangeliums Jesu Christi - den Kranken beistehen und damit unmittelbar das Gebot der Nächstenliebe umsetzen. Diese war der Beginn einer Tradition, die bis heute bei uns im Haus gelebt wird. Bereits wenige Jahre später stand die erste räumliche Erweiterung an: 1900 wurden neun Krankenzimmer, ein Ärzte- und Operationszimmer sowie zwei Teeküchen angebaut. Doch die Patientenzahl stieg kontinuierlich an

1909-1958 Erweiterungen und Außenstandorte
Weitere bauliche Erweiterungen wurden notwendig. Carl Miele kaufte der Gemeinde 1926 das Anwesen Unter den Ulmen 3 ab, das den Namen „St.-Josephs-Haus“ erhielt. Weitere Außenstandorte waren das Annaheim und das Marienheim (das heutige „Franziskus Haus“, Unter den Ulmen.
Mitte der 50 Jahre kam es dann zu einer deutlichen Vergrößerung durch einen Erweiterungsbau und die Verlagerung des Haupteingangs zur Dalkestraße.
Es wurden Umbauarbeiten und ein Erweiterungsbau für rund zwei Millionen Deutsche Mark ausgeführt. Wenige Jahre später wurde ein Schwesternwohnheim mit 65 Betten gebaut, dass 1963 bezogen wurde. Die 212 verfügbaren Betten waren auf das Hauptgebäude St.-Josephs-Haus, dem Annaheim und dem Marienheim verteilt. Doch die räumliche Trennung und die Enge hatten auf Dauer keinen Bestand: Die Zusammenlegung aller Abteilungen war dringend erforderlich. Eine Erweitung auf dem Gelände im Raum Domhof / Dalkestraße war nicht mehr möglich. Daher wurde der Beschluss gefasst an anderer Stelle im Stadtgebiet Gütersloh einen kompletten Neubau zu errichten. Schon jetzt war klar, dass der Neubau langfristig erweiterungsfähig sein müsse – schließlich ist Gütersloh eine wachsende Stadt (Einwohnerzahl in den 60er Jahren: ca. 60.000).

Neubau 1981 am Hellweg und Übernahme St. Lucia-Hospital Harsewinkel
Ehe es zum Neubau kam, wurde die Grundstückslage ausführlich diskutiert: Schon damals waren sich die Verantwortlichen einig, dass kleinere Krankenhäuser auf Dauer nicht bestehen können. Wenn das Sankt Elisabeth Hospital in der Innenstadt ansässig bliebe, so bestände langfristig keine Erweiterungsmöglichkeit. Mit Verweis auf die gute Verkehrsanbindung stand das 100.000 Quadratmeter große Grundstück am Hellweg / Ecke Bartels Feld in Spexard zur Verfügung: Landrat, Bezirksplaner und Kreisausschuss stimmten für dieses außerhalb liegende Grundstück. Eine weitsichtige Entscheidung aller Beteiligten, die sich heute, 125 Jahre später, als richtig und vorausschauend beurteilen lässt.

So nahmen die Planungen ihren Lauf: Die Idee lautete ein patientenfreundliches Haus zu entwerfen, das in die Landschaft passt. Darum sollte es ein flacher Bau mit maximal drei Stockwerken werden. An zentraler Stelle sollte eine Kapelle entstehen, im Eingangsbereich eine Cafeteria und die Physikalische Therapie mit einem Bewegungsbad ausgestattet werden. Am 30.07.1981 war es dann endlich soweit: Nach intensiver Planungsphase setzte Regierungspräsident Walter Stich den ersten Spatenstich. Vier Monate später kam der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales von NRW, Prof. Dr. Friedhelm Farthmann, nach Gütersloh und begleitete die symbolische Handlung der Grundsteinlegung.

Es entstand innerhalb einer Bauzeit von rund vier Jahren ein modern ausgestattetes Akutkrankenhaus mit 326 Betten. Das neue Sankt Elisabeth Hospital erstreckte sich auf einer Länge vom 190 Metern und einer Breite von 130 Metern auf insgesamt rund 11.000 Quadratmetern. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 103 Millionen Deutsche Mark. Ein Meilenstein in der Entwicklung der kreisweiten Krankenhauslandschaft.

1981 erfolgte auch die Übernahme des St. Lucia-Hospitals in Harsewinkel und die Entwicklung einer Klinik für Geriatrie (Altersheilkunde).

1985 bis 2019
Doch auch nach der feierlichen Eröffnung im Mai 1985 ging die Entwicklung des Hauses kontinuierlich weiter: So, wie die Verantwortlichen in der Planungszeit bereits erkannt haben, gab und gibt es ständig Bedarf für Erweiterungen in Form von Um- und Anbauten. Durch kontinuierlich steigende Patientenzahlen kam es zu erheblichen Aufstockungen der Kapazitäten im vorderen Teil des Krankenhausgebäudes (OPs, Kreisssaal, Intensivstation, Zentrale Ambulanz) als auch zur Erweiterung des Bettenhauses. In diese Phase fällt auch die weitere Spezialisierung der Kliniken, zahlreiche Zertifizierungen und die Ansiedlung von Praxen. Der Anbau des Dialyse-Zentrums, die beiden Parkhäuser, das direkt angegliederte Elisabeth-Carrée und das Herstellungszentrum der Apotheke stehen allesamt für die Weiterentwicklung unseres vielseitigen Krankenhauses. Das Krankenhausgeländer entwickelte sich zu einem Gesundheitscampus.

Seit dem Jahr 1999 kooperiert das Krankenhaus mit dem Marienhospital Oelde. 2015 erfolgte die Fusion zu einem Krankenhausverbund mit rund 600 Betten und ca. 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.