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26.06.2020

Digitaler Kontakt zur Familie

Sankt Elisabeth Hospital ermöglicht durch Tablets ein persönliches Gespräch

Keine Umarmung, kein Handschlag, überhaupt kein persönlicher Kontakt: Der erneute Lockdown hat in Gütersloh wieder zu einem strengen Besuchsverbot in den Krankenhäusern geführt. Wer in Zeiten von Corona als Patient einige Zeit stationär bleiben muss, kann sich einsam fühlen. Da ist es ein Segen, wenn wenigsten ein Videoanruf bei den Liebsten möglich ist. Das Sankt Elisabeth Hospital hat fünf Tablets angeschafft, um besonders Patienten, die keinen Zugang zu dieser Technik haben, kostenlos ein persönliches Gespräch über Skype zu ermöglichen. Davon profitiert auch Anne Naroska.

Eine Woche muss die 72-jährige im Hospital bleiben. Sie hat ein neues Kniegelenk bekommen und liegt nach ihrer Operation auf der Station 2. Sorgen vor dem Eingriff hatte sie nicht. Nur die Tatsache auf sich allein gestellt zu sein, machte sie traurig. „Natürlich wird mir die Zeit lang, Besuch darf ich leider nicht empfangen“, berichtet Anne Naroska, „so ergeht es jetzt ganz vielen älteren Menschen.“ Besonders vermisst sie ihre zwei Enkelkinder, die sie schon seit einigen Monaten nicht mehr persönlich gesehen hat. Um weiter in Kontakt zu bleiben, ruft die Gütersloherin per Videotelefon an. „Sonst wissen die beiden bald nicht mehr, wie Oma aussieht“, fügt sie scherzend aber auch mit Wehmut hinzu.

Victoria Rothmann hilft ihr beim Anruf. Sie absolviert einen Bundesfreiwilligendienst am Sankt Elisabeth Hospital, besucht in dieser Funktion auch die Stationen mit den neuen Tablets und weist in die Technik ein: „Ich finde die Idee super, so kann ich unseren Patienten eine Freude machen. Manchmal ist das Heimweh dann ganz schnell vergessen, manchmal fließen beim Anruf aber auch Tränen.“ Für manche, überwiegend ältere Menschen auf den Stationen sei es der erste Videocall überhaupt. Wer sich vorher noch nicht herangewagt hat, wird schnell Fan dieses Kommunikationsmittels. Die Stationen des Hospitals sind mit WLAN ausgestattet. Auch Patienten, die ein eigenes Tablet oder Smartphone besitzen, können sich während ihres Aufenthalts kostenfrei einwählen. „Wir unterstützen unsere Patienten gerne mit diesem Service, weil wir wissen, wie schwer es ist in Zeiten von Corona und mitten im Lockdown im Krankenhaus liegen zu müssen“, betont Geschäftsführer Dr. Stephan Pantenburg. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir Gütersloher zukünftig nicht nur mit digitalen Mitteln Kontakt zur Außenwelt aufnehmen müssen.“

Anne Naroska kann das Hospital bald wieder verlassen, danach folgt eine mehrwöchige Rehabilitation. „Es wird eine Herausforderung, aber das schaffe ich auch noch“, berichtet sie, sie blickt positiv in die Zukunft. Nach ihrer Genesung freut sie sich wieder als Ehrenamtliche beim Treffpunkt Avenwedde Mitte aktiv zu sein.