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23.07.2020

Erneut zum Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie ausgezeichnet

Schmerzen und eine Wölbung können unangenehme und sichtbare Zeichen eines Leistenbruchs sein.

Die so genannte Hernie muss jedoch nicht immer Probleme bereiten, sie kann auch als Zufallsbefund entdeckt werden – wie im Fall von Paul Ostberg. Sein behandelnder Arzt schickte ihn daraufhin zur weiteren Diagnostik in das Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie am Sankt Elisabeth Hospital. Das Team ist seit vielen Jahren auf die Behandlung von Hernien spezialisiert, rund 400 Operationen werden im Hospital jedes Jahr durchgeführt. „Wir haben den Gewebebruch in der Leiste rechtzeitig erkannt und versorgt“, berichtet PD Dr. Nikos Emmanouilidis, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie und Leiter des Zentrums. „Noch bevor es zu Komplikationen kommen konnte.“ Solange Hernien keine oder nur leichte Beschwerden bereiten, sind sie meist harmlos. Durch einen Bruch in der Leiste können Eingeweide des Bauchraums jedoch zusammen mit dem sie umgebenden Bauchfell hindurchtreten. Es besteht die Gefahr, dass der Bruchinhalt eingeklemmt wird und durch den eingeschränkten Blutfluss Gewebe abstirbt.

Der Leistenbruch nimmt aufgrund seiner Häufigkeit eine Sonderstellung in der Bauchchirurgie ein, er gehört zu den 20 häufigsten Eingriffen. Statistisch gesehen erleiden drei Prozent aller Frauen und 27 Prozent aller Männer während ihres Lebens einen Leistenbruch. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Landwirt Paul Ostberg gehört zur Risikogruppe. Der Landwirt ist mit 65 Jahren noch voll aktiv auf seinem Hof in Stromberg. In der Schweinemast und dem bewirtschafteten Waldstück leistet er täglich schwere körperliche Arbeit. „Schweres Heben und Tragen erhöht den Druck im Bauchraum, dadurch können Brüche im weichen oder vorgeschädigten Gewebe entstehen“, erklärt PD Dr. Emmanouilidis. Auch andere Erkrankungen wie chronische Verstopfungen Prostatavergrößerungen können den Innendruck im Bauch erhöhen und einen Bruch begünstigen.

Das Kompetenzzentrum verfügt über eine große Expertise in allen gängigen offenen und minimal- invasiven Operationsverfahren. Je nach Ausgangssituation profitieren die Patienten von Eingriffen mit und ohne Implantation eines stabilisierenden Netzes. Neben der Leistenhernie umfasst das weitere Behandlungsspektrum Nabel-, Narben-, Bauchwand- und parastomale Brüche.

Kürzlich ist das Sankt Elisabeth Hospital von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und von der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) zum „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ rezertifiziert worden. „Wir sind stolz auf die erneute Auszeichnung und verstehen uns als kompetenter Ansprechpartner für Patienten und niedergelassene Ärzte in allen Fragen der operativen Versorgung von Hernien“, betont Chefarzt PD Dr. Nikos Emmanouilidis.

Weitere Informationen
>>Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie
>>Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie

Patient Paul Ostberg wurde im Sankt Elisabeth Hospital in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie von Chefarzt PD Dr. Nikos Emmanouilidis an der Hernie operiert.